Apnoe Schule Umberto Pelizzari

Apnoe Schule als PDF zum Download

Beschreibung:
Apnoe Tauchen liegt im Trend. Allerorts purzeln die Rekorde, aber auch die ersten Unfälle haben für Schlagzeilen gesorgt. Was fehlt, sind verläßliche Informationen über Grundlagen und Training des Freitauchens. In der Zeitschrift Unterwasser kam Umberto Pelizzari, Weltmeister im Tieftauchen, 6 Monate lang persönlich zu Wort.

Diese Artikel hat Markus eingescannt und an interessenten wie mich per e-Mail zugesandt. Ich hatte dann nicht besseres zu tuen, als aus den Grafiken ein PDF Dokument zu machen. Denn dieses ist nun wesentlich kleiner. Hier nun der Download...

Umberto Pelizzari - Apnoe Academy



Apnoe Tauchen im TV


Apnoe-Taucher - Im Tiefenrausch

Am:
19.03.03 von: 00:15 bis: 01:00 auf: ORB

Beschreibung:
Bis vor 100 Jahren glaubten Wissenschaftler, der Mensch könne nicht tiefer als 30 Meter ohne Atemgerät tauchen. Eine neue Generation von Freitauchern hat die Grenzen weit nach unten verschoben. Die Extremsportler nennen sich Apnoe-Taucher (apnoe: "ohne Luft") und brechen immer neue Tiefen- und Längenrekorde. Sie rasen wie im Kino-Klassiker "Deep Blue" an bleibeschwerten Tauchschlitten bis zu 162 Meter tief oder bleiben bis zu sechs Minuten unter Wasser, ohne Luft zu holen. In 30 Metern Tiefe wird die Lunge durch den Wasserdruck so komprimiert, dass ihr kleinstmögliches Volumen erreicht ist. Der Unterdruck, der entsteht, zieht übermäßig viel Blut in die Lungenbläschen. Nur so können die Apnoetaucher überleben: Würde das Blut nicht die Lungenbläschen aufblähen, könnte die Lunge dem Außendruck nicht standhalten und würde platzen. Die Reportage begleitet die Apnoe-Taucher in die Einsamkeit des Ozeans.



Allgemeines zum Apnoe Tauchen
Apnoe oder auch Freitauchen ist die Kunst mit angehaltenem Atem zu tauchen. Sei es entspannt im Wasser liegend, beim Streckentauchen oder beim Tieftauchen. Apnoetaucher oder auch Apnoisten genannt, beherrschen diese Kunst und nutzen diese hierzulande zum Tauchen bei der Jagd nach neuen Rekorden, als auch um ihre Fähigkeit beim Pressluft- oder technischen Tauchen zu verbessern und zu perfektionieren.

Vor etwa einem Jahr begannen begann ich, aufgrund von Berichten in Zeitschriften und TV für mich für diese Sportart zu interessieren. Mich begeisterten diese Menschen, die es schaffen ihre Grenzen neu auszustecken. Vor allem aber beeindruckte es mich, wie diese Taucher sich im Wasser bewegten. Völlig schwerelos, ohne Zwang und Angst und als ein Teil dieses wunderbaren Elementes, das so viele Geheimnisse in sich birgt.

Der erste Eindruck wurde mir und den meisten Apnoisten durch den Film "The Big Blue" (Im Rausch der Tiefe) vermittelt, der das Leben vom Vater des Freitauchens Jaques Mayol und seinem Wettkampf mit Enzo Mayorca erzählt. Fast jeder Taucher kennt diesen Film, jedoch nur die wenigsten haben ihn verstanden.

Mit Delphinen, Walhaien und Walen zu tauchen, ist nur den Freitauchern vorbehalten. Apnoisten sind, und bewegen sich als Teil des Ganzen und werden daher von den meisten Meeresbewohnern nicht als Eindringling gesehen.

Apnoisten gibt es, wie viele vielleicht nicht wissen, schon weitaus länger als Presslufttaucher. Die Helden des Tauchens wie Hans Hass, Jaques Cousteau und viele andere, waren bevor sie mit Flaschen auf dem Rücken in die Tiefen der Meere vorstießen, begeisterte und sehr gute Freitaucher.
Die ersten Aufnahmen von Hass mit einer selbstgebauten Kamera entstanden in Apnoe. Seit Urzeiten tauchten Menschen frei, um im Meer zu jagen, es zu erforschen und sich dessen Vielfalt zu erfreuen. Heute wurde diese Fähigkeit verlernt.



Gedanken eines Apnoe Tauchers.....
" Du starrst ins Leere. Deine Atemzüge werden ruhiger und tiefer. Du spürst wie der Schlag deines Herzens immer langsamer und ruhiger wird. Du wirst total entspannt und fühlst wie des Wasser dich trägt. Leise hörst du das Plätschern der Wellen, das leise Grummeln und Knacken der Meeresbewohner. Du blickst durch den Tunnel aus Sonnenstrahlen, die die Sonne ins Wasser wirft. Du spürst die Ruhe und Kraft des "big blue" und der Drang abzutauchen wird fast unerträglich. Endlich. Ein tiefer, langer Atemzug durchströmt dich mit seiner Kraft und du spürst das Leben in dir. Lautlos klappst du nach unten. Kein Geräusch verrät dein Abtauchen un die unendlichen Weiten der See. Dein Flossenschlag wird immer langsamer und schwächer und du beginnst regungslos in die Tiefe zu gleiten. Der Schlag deines Herzens wird immer langsamer und das endlose Blau nimmt dich vollends in sich auf. Schwerelos gleitest du entlang der Riffkante, deine Bewegungen sind gleichmäßig und entspannt. Du schwimmst durch einen Riesenschwarm von Brandbrassen, nur ein Stück, als wärst du einer von ihnen. Nur wenige Flossenschläge und du treibst entspannt wieder nach oben. Die Strahlen der Sonne umspielen dein Gesicht und deine Hände strecken sich ihr entgegen, als du plötzlich die Oberfläche durchbrichst. Ein tiefer Atmenzug, ein zufriedenes Lächeln, und du weißt, du bist ein Teil dieser blauen Welt.“